Eine gelungene Demonstration

Mi, 1. Februar 2012 08:53

Von: NW - Ulrich Finkemeyer

TBV Lemgo unterliegt im Testspiel Dinamo Minsk mit 29:30 - Eine gelungene Handball-Demonstration zeigten der lippische Bundesligist TBV Lemgo und die weißrussische Vereinsmannschaft HC Dinamo Minsk vor rund 550 Zuschauern in der Bünder Siegfried-Moning-Sporthalle. Die Mannschaften schenkten sich nichts und pielten hohes Tempo. Nach einer Zeit wechselnder Führungen hatten am Ende die weißrussischen Gäste mit 30:29 (14:14) die Nase vorn.

Zeigte viel Spielübersicht: Lemgos Mittelmann Martin Strobel (M.), gerade erst von der Handball-Europameisterschaft in Serbien zurückgekehrt, dirigierte das Spiel des TBV gegenDinamo Minsk. Foto: Ulrich Finkemeyer

Vor der Partie: Die Mannschaftsführer Dzmitry Nikulenkau (Dinamo Minsk, l.) und Florian Kehrmann (TBV Lemgo, r.) freuen sich mit den Unparteiischen Markus Kropp und Sebastian Siebert (HSG Melle/HSG Osnabrück, M. v. l.) auf das Spiel. Foto: Ulrich Finkemeyer

Das Vergleichsspiel war auf Bitten vom TBV Lemgo vom Partnerverein HSG Spradow unter der Federführung von Teammanager René Grohmann professionell organisiert. Die Ränge waren voll besetzt, so dass die HSG-Jugendabteilung sicherlich eine ordentliche finanzielle Zuwendung erwarten kann. Unterhalten und informiert wurden die Zuschauer von Hallensprecher Jürgen Pentek und Musikmixer Ralf Haupt, die in diesen Funktionen viele Jahre beim TuS-N-Lübbecke tätig waren.

Handball-Bundesligist TBV Lemgo befindet sich in der heißen Vorbereitungsphase auf den Rückrundenbeginn am 9. Februar. Während die deutsche Handball-Nationalmannschaft mit den Lemgoern Carsten Lichtlein, Martin Strobel und Christoph Theuerkauf bei der Europameisterschaft in Serbien ihr Glück versuchte, aber nicht fand, absolvierten die Lemgoer insgesamt vier Freundschaftsspiele, das letzte davon am vergangenen Freitag in Herford .

„Nun müssen unsere Nationalspieler reintegriert werden. Dazu kommt uns das heutige Spiel gegen die starken Minsker gerade recht“. Lemgos Trainer Dirk Beuchler wird dann am 3. Februar im letzten Vorbereitungsspiel (gegen Ligakonkurrent Bergischer SC) die komplette Mannschaft noch einmal testen, bevor am Dienstag, 7. Februar, die SG Flensburg-Handewitt zum Rückrundenstart in die Lipperland-Halle kommt.

Christoph Theuerkauf wurde von Beuchler sogleich auf das Parkett geschickt, Spielmacher Martin Strobel Mitte der ersten Halbzeit. Carsten Lichtlein hütete in der zweiten Halbzeit das TBV-Tor. Die Zuschauer sahen ein sportlich hochwertiges Handball-Spiel der Profis, in der ersten Halbzeit mit stets wechselnden Führungen. In den zweiten dreißig Minuten führte der TBV Lemgo nur noch zweimal (17:16, 17:18). Dann setzte sich das effektivere Angriffsspiel der Gäste durch. Nach 19:18, 22:20, 27:26 und 29:26 (56.) hieß es am Ende 30:29 für Dinamo Minsk. Eigentlich hätte in der Schluss-Sekunde Lemgos Manuel Liniger den gerechten Ausgleich erzielen müssen. Doch frei vorm Minsker Tor scheiterte der Linksaußen an Valentyn Koshovy. Dinamo-Cheftrainer Sergey Bebeshko war dann mit dem Spiel seiner Mannschaft zufrieden („All is okay“.), während Beuchler, der schon in der 40. Spielminute genötigt sah, eine frühe Auszeit zu nehmen, alles andere als glücklich drein schaute. Übrigens verständigten sich die Trainer in fließendem Spanisch. Bebeshko war Beuchlers Trainer beim spanischen Erstligisten B.M. Huesca. Das den Handball-Abend abschließende Büffet im HSG-Heim dürfte den TBV-Trainer dann nach Meinung des HSG-Vorsitzenden Horst Droese aber wieder versöhnt haben.


TBV Lemgo: Dresrüsse, Lichtlein (ab 31. Minute); Hermann (2), Johansson, Strobel (3), Dietrich (1), Liniger (4/2), Bechtloff (2), Kehrmann (4), Haenen (1), Theuerkauf (4/1), Preiß (4), Patrail (4).


HC Dinamo Minsk: Koshovy, Zianko; Babichev, Nikulenkau (1), Shylovich (7/2), Tsitou, Rutenka (3), Niazhura, Onufrienko (3), Nedaliuka, Pukhouski (5), Kamarou, Brouka (4/2), Atman (6/2), Kazhaneuski, Evdokimov (1), Martinovic.

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